Duschtrennwand von der Planung bis zur Umsetzung

Eine Duschtrennwand ist heute nicht mehr eine graue, trübe Zelle aus Plastik oder Acryl.

In den letzen 20 Jahren hat sich der Markt für Glasduschen sehr gewandelt,sehr zum Vorteil des Endkunden.

Wo früher eine Eckdusche in den Standardmaßen 90x90x200cm in den Wohnungen und Häusern verbaut worden ist, sind heute in Sachen Kreativät kaum noch Grenzen vorhanden. Denn das Glas lässt sich auf den Millimeter genau zurechtschneiden, bohren, schleifen, sandstrahlen, gravieren, veredeln und andersweitig in Form bringen.

Eine Glasdusche besteht aus ein oder mehreren Festteilen, ein bis zwei Türen, Stabilisatorstangen oben, Beschlägen an Tür oder Festteilen, Aufsteckdichtungen zwischen den Spalten, Griff und je nach Kundenwunsch mit einen Handtuchhalter, Glaswischer-Halterung oder anderen Zubehör ausstatten.

1. Der Anfang

Bevor man sich für eine Glasdusche entscheidet, sollte man möglichst frühzeitig in etwa wissen welches Duschenmodell für mich in Frage kommt. Soll die Dusche möglichst minimalistisch ohne viel Material auskommen, wie bei einer ,,Walk In“ Dusche oder entscheidet man sich aufgrund von Platzmangel zu einer Faltdusche aus vier beweglichen Türen.

2. Die Planung

Im nächsten Schritt wird für eine individuelle Dusche ein Aufmaßtermin vereinbart. Beim Aufmaß wird sich die bauliche Situation vor Ort begutachtet und daraufhin eine passende Lösung dargeboten.

Sind die Wände oder Fußboden schief oder uneben, so lassen die Mängel mittels eines U-Profiles ausgleichen. U-Profile sind in verschiedenen Farben oder Oberflächenbearbeitungen möglich.

Eine andere Möglichkeit der Wandbefestigung sind Glas-Wand-Winkel. Diese Winkel haben zum Teil eine sehr hohe Tragkraft und wirken dezenter und unaufälliger als U-Profile.

Eine Bohrung in die Fliese und in die dahinterliegende Wand bleibt jedoch nicht aus. Jedoch wird durch die Aufspreizung des Dübels in der Wand und durch die Befestigungschrauben ein Wassereindringen in die gebohrte Wand verhindert.

Durch die Größe, Länge und teils noch anhängende Türen ist eine Stabilisatorstange leider unabdingbar. Bei einer Ausladung von schon 30 cm ergibt sich ein enormer Hebel auf das U-Profil/ Winkel, wodurch es zu erherblichen Schäden an Wand und Fliese kommen kann.

Als nächstes muss man planen welche Art von Tür man nimmt. Soll es eine Pendeltür werden, die sich nach innen und außen öffnen lässt, eine Falttür bestehend aus zwei einzelnen Scheiben oder eine Schiebetür, welche hinter das Festteil geschoben wird.

Bei der Auswahl des Glases sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Als Grundglas kommt immer ein Einscheibensicherheitsglas zum Einsatz. Dieses Glas ist extrem widerstandsfähig gegen Stöße, Temperaturschwankungen oder andere Einflüsse. Falls es doch mal zu einen Glasbruch kommen sollte, so zerspringt das Glas in tausend kleine, nicht scharfkantige Glaskrümmel.

Dieses Glas lässt sich durch eine Sandstrahl-Mattierung teilweise oder vollflächig blickdicht veredeln, es kann von innen mit einen Lotus-Blütten-Effekt versiegelt werden, Sonderbeschläge wie Handtuchhalter o.ä. lassen sich durch vorher gefertige Bohrungen montieren.

Verschiedene Gläser wie eingefärbte Gläser in blau,grau oder grün oder auch entfärbte Gläser wie Weißglas lassen sich zu ESG weiter verarbeiten.

Ganz wichtig ist zu beachten, wenn das Glas als ESG gefertigt wurde, lässt es sich nicht mehr kürzen/nachbearbeiten lässt!

3. Die Umsetzung

Wenn die Planung und das (Vor-Ort-Aufmaß) abgeschlossen ist, wird das Glas und die anderen Materialien bestellt. Vom Aufmaß bis zur Endmontage beim Kunden vergehen etwa drei Wochen.

Am Einbautag sollte man sich als Kunde mehrere Stunden Zeit nehmen, wenn man mit dabei sein will, denn der fachgerechte Aufbau einer Glasdusche kann schonmal 6 Stunden dauern, je nach Arbeitsaufwand.

Im Anschluss werden alle Anschlussfugen zwischen der Glasdusche und Wand und Boden mit einen Sanitärsilikon abgedichtet, um einen Wasseaustritt zu verhindern.

Leider stellt es sich in der Praxis so dar, das bei bestimmten Duschtypen ein Wasseraustritt nie ganz vermieden werden kann. Eine Glasdusche stellt eine Spritzschutz dar und ein Wasseraustritt von der Größe eine Fusses zählt nicht als undichte Dusche in der Praxis.

4. Sonderfall Badewanne

In vielen Haushalten wurde auf eine Dusche verzichtet und stattdessen eine Badewanne eingebaut.

Das stellt aber kein Problem dar, denn alle hier aufgezählten Punkte lassen sie problemlos als sogenannter ,,Badeaufwannenaufsatz“ konfigurieren wie eine Glasdusche nur in klein.

5. Beschläge und Zubehör

Sehr viele Beschläge kommen in verschiedenen Farben daher oder lassen mittels einer speziellen Oberflächenbearbeitungen keine Wünsche offen. Duschdichtungen in schwarz oder raumhohe Duschen zählen immer mehr zum Hingucker.

Wir verwenden für unsere Duschen nur hochwertige Produkte, die auf Grundlage von Messing oder Edelstahl hergestellt worden sind. Denn eine Glasdusche kann bei guter Pflege nach 20 Jahren immer noch Aussehen wie am Anfang. Möglich wird dies durch ein Austausch der transparenten Duschdichtungen, welche sich problemlos wechseln lassen.

Ich hoffe Ihnen hiermit einen kleinen Einblick in das Thema Glasduschen und den verschiedenen Arten gegeben zu haben.

Im Anhang befinden sich noch einige Referenzen von uns, damit ein grober Überblick in Sachen Form, Farbe, Design und Ausstattung vermittelt werden kann.

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